Vierzehntägiges Wirtschaftsupdate – 6. August 2026
Die Arbeitsmarktdaten für das Juni-Quartal zeigten zunehmende Kapazitätsreserven: Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,6 %, während die geleisteten Arbeitsstunden zurückgingen. Gleichzeitig nahm die Beschäftigung zu, da mehr Menschen in den Arbeitsmarkt eintraten.
Die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern verbesserte sich im Juli, wurde jedoch durch die Entwicklungen zum Monatsende gedämpft, als steigende Ölpreise und geopolitische Unsicherheit erneut für Vorsicht sorgten. Das schwache Lohnwachstum und die erhöhte Inflation belasteten zudem die Kaufbereitschaft der Haushalte.
Die Genehmigungen für Wohnungsbauprojekte erholten sich weiter und erreichten den höchsten Stand seit September 2023. Steigende Baukosten und die weiterhin schwache Aktivität am Immobilienmarkt stellten jedoch Risiken für die Nachhaltigkeit dieser Erholung dar.
An den internationalen Märkten fielen die Ölpreise unter 80 US-Dollar je Barrel, nachdem sich die Aussichten auf eine vorläufige Vereinbarung zur Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus verbessert hatten. Die widerstandsfähige globale Konjunktur bot trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheit zusätzlichen Rückhalt.
Vierzehntägiges Wirtschaftsupdate – 20. August 2026
Der Preisdruck bei den Verbrauchern ließ im Juli nach. Sinkende Preise für Kraftstoff, Strom und Mieten sowie eine niedrigere Lebensmittelinflation trugen dazu bei, die Inflationserwartungen zu senken und deuteten darauf hin, dass der jüngste Ölpreisschock weitgehend als vorübergehend angesehen wird.
Die Ausgaben der privaten Haushalte zogen im Juli an, wobei die Kern-Einzelhandelsumsätze um 2,2 % stiegen. Dennoch blieben die Haushalte angesichts höherer Zinskosten, eines schwachen Lohnwachstums, der Arbeitsplatzunsicherheit und stagnierender Immobilienpreise bei nicht unbedingt notwendigen Ausgaben zurückhaltend.
Das verarbeitende Gewerbe blieb widerstandsfähig, während Unternehmen weiterhin mit höheren Kosten für Kraftstoff, Fracht und Strom zu kämpfen hatten. Die Aktivität im Dienstleistungssektor stagnierte hingegen nahezu, und die Unternehmen blieben angesichts der verhaltenen Nachfrage vorsichtig.
Die globalen Risiken nahmen zu, als der Brent-Ölpreis aufgrund erneuter Störungen der Ölversorgung im Nahen Osten auf über 90 US-Dollar je Barrel stieg. Steigende Inflationserwartungen und Sorgen über die Staatsfinanzen trieben die langfristigen Anleiherenditen nach oben und verschärften die Risiken für globale Finanzierungsbedingungen.
© The Treasury – New Zealand