Vierzehntägiges Wirtschaftsupdate – 9. Juli 2026
Die Reserve Bank begann, die Geldpolitik wieder in Richtung neutraler Einstellungen zu führen, und erhöhte den Official Cash Rate erstmals seit drei Jahren um 25 Basispunkte. Obwohl die Inflationsprognosen nach unten korrigiert wurden, begrenzten freie Kapazitäten und eine verhaltene Nachfrage weiterhin die Möglichkeit der Unternehmen, höhere Kosten weiterzugeben.
Die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern verbesserte sich, nachdem die Treibstoffpreise gesunken waren. Gleichzeitig zeigten sich eine stärkere Zuversicht in mehreren Sektoren und Anzeichen für ein allmähliches Beschäftigungswachstum. Auch die Zahl der Baugenehmigungen stieg weiter, wobei schwache Immobilienpreise, ein Überangebot an Wohnraum und höhere Finanzierungskosten nur auf eine vorsichtige Erholung der Wohnbauinvestitionen hindeuteten.
Weltweit wirkten Energieunterbrechungen und starke Technologieinvestitionen in entgegengesetzte Richtungen. Der IWF erwartete, dass das globale Wachstum 2026 auf 3,0 % zurückgeht und sich 2027 auf 3,4 % erholt, während erneute Spannungen im Nahen Osten ein wesentliches Abwärtsrisiko darstellen.
Neuseeländische Unternehmen zeigten sich vorsichtig optimistisch. Exporteure profitierten von einer widerstandsfähigen internationalen Nachfrage, während sich auch im Baugewerbe erste Verbesserungen zeigten. Schwache Konsumausgaben, erhöhte Energiekosten und wirtschaftliche Unsicherheit belasteten jedoch weiterhin Einstellungs- und Investitionsentscheidungen.
Vierzehntägiges Wirtschaftsupdate – 23. Juli 2026
Die jährliche Verbraucherpreisinflation stieg im Juniquartal auf 4,1 % und lag damit weitgehend im Rahmen der Prognose des Budget Updates. Höhere Benzin- und Treibstoffpreise waren für einen Großteil des Anstiegs verantwortlich. Die Kerninflation blieb unter 3 %, doch die erneuten Spannungen im Nahen Osten erhöhten das Risiko weiterer Energiepreissteigerungen.
Die Unternehmensstimmung verbesserte sich im Juniquartal, wobei die Erwartungen hinsichtlich der allgemeinen Wirtschaftslage zunahmen und sich die inländische Geschäftstätigkeit leicht verbesserte. Die erhöhte Unsicherheit belastete jedoch weiterhin Einstellungs- und Investitionsentscheidungen, während Exporteure von einer starken Milchproduktion und einer widerstandsfähigen internationalen Nachfrage profitierten.
Der Immobilienmarkt blieb verhalten: Die Hauspreise bewegten sich kaum, während die Verkäufe im Juni zurückgingen und die Zahl der zum Verkauf stehenden Immobilien weiter zunahm. Regionale Unterschiede blieben bestehen, wobei landwirtschaftlich und touristisch geprägte Regionen wie Canterbury und Otago stärker abschnitten als Auckland und Wellington.
Die weltweiten Ölpreise stiegen aufgrund der erneuten Spannungen im Nahen Osten auf über 90 US-Dollar je Barrel, da die Erholung des Angebots beeinträchtigt wurde. Gleichzeitig verschärften sich die Märkte für raffinierte Erdölprodukte. Auch das Wachstum in China verlangsamte sich, während ein schwächeres australisches Wachstum die Nachfrage nach neuseeländischen Exporten belasten könnte.
© The Treasury – New Zealand